Liebe Heidi,
ich bin selbst Schilddrüsenpatientin und habe eine sehr spät erkannte Hashimoto-Thyreoiditis. Das ist eine Autimmunerkrankung der Schilddrüse, die nach und nach das Schilddrüsengewebe durch Entzündungsschübe zerstört.
Bereits als Kind waren meine Schilddrüsenwerte auffällig und wurden auch behandelt, aber damals (Jahrzehnte zurück) kannte man sich noch noch so gut auf dem Gebiet aus. In der Folge, also über ein paar darauf folgende Jahrzehnte, bin ich überhaupt nicht behandelt worden, war aber immer "irgendwie" krank. Teils schwer krank, meistens depressiv. Bis vor nun fast drei Jahren eben, als ich nach einem Umzug erstmals an einen Arzt kam, der sein Fach versteht.
Langer Rede kurzer Sinn: Eine große Anzahl von Ärzten hat vielleicht das Thema Schilddrüse "irgendwann mal" im Studium gestreift, kennt sich aber nicht wirklich aus. Und so kommt es dann eben zu der immer wieder zitierten Aussage: Alles in Ordnung, essen Sie weniger, bauen Sie Stress ab, machen Sie eine Psychotherapie - und gut is. Undsoweiter. Die Schilddrüsen-Foren sind voll davon.
Wichtig ist, und Barbara ist ja diesen Weg gegangen, einen Termin beim Endokrinologen auszumachen. Eine Auswahl von empfohlenen Ärzten findest du hier:
http://www.top-docs.de. Dann die ganze Palette von Schilddrüsen-Blutwerten (also: FT3, FT4, TSH, Antikörper - die müssen aber nicht immer erhöht sein) dazu ein Ultraschallbild, das zeigt, wie die Form der SD ist, ob sie homogenes, inhomogenes Gewebe aufweist, echoarm ist oder nicht. Eine Größe von, sagen wir mal, unter 12 ml, dazu "echoarmes", "inhomogenes" SD-Geweben würden auf Hashimoto hinweisen, und damit wärst du in diesem Forum, im Zusammenhang mit einem Prolaktinom, zumindest nicht allein.
Liebe Grüße,
Birgit