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BeitragVerfasst: 03.08.2011, 20:14 
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Registriert: 01.08.2011, 04:17
Beiträge: 5
Ich habe seit 38 Jahren Diabetes centralis zusammen mit einer Hystiocytosis X. Inzwischen bin ich 43 Jahre alt und merke, dass der Insipidus mir zunehmend zu schaffen macht. Ich bin oft schlapp (da ich laut Arzt das Minirin erst nehmen soll, wenn es nötig ist - also wenn die Ausscheidung zunimmt und der Urin wässerig wird - , damit ich kein Wasser einlagere), habe viel mit Kopfschmerzen zu tun und bin dadurch oft niedergeschlagen. Wer empfindet ähnlich oder hat Hilfsmittel gefunden ?


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BeitragVerfasst: 15.08.2011, 21:32 
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Registriert: 22.01.2009, 21:04
Beiträge: 8
hi klaumo
ich bin 54, habe di seit 14 jahren, ärztliche betreuung vom hausarzt und stehe mit allen fragen und problemen alleine da. ich fühle mich mal super und im nächsten moment bescheiden. mein größtes problem sind aber meine gelenke, welche mir zunehmend zu schaffen machen. Wie ist es bei dir?


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BeitragVerfasst: 23.08.2011, 14:22 
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Registriert: 01.08.2011, 04:17
Beiträge: 5
Hallo dynamo-steffi2,
danke für deine Antwort. Da wir im Urlaub waren, antworte ich erst jetzt. Mit den Gelenken habe ich keine Probleme - da kann ich dir keine Erfahrungen mitteilen. Aber auch ich fühle mich sehr allein mit dem DI. Mein Hausarzt ist zwar gut, aber kann mir halt auch nur Minirin verschreiben und in Abständen mein Blut untersuchen. Ich wüsste so gerne, ob es eine Möglichkeit gibt, den häufigen Elektrolyt-Verlust auf sinnvolle Weise auszugleichen. Bist du auch oft schlapp ? Das ist mein größtes Problem. Habe mal versucht, mehr Minirin zu nehmen, aber dann werden Finger und Füße dick - also ich lagere Wasser ein. Ich fände es einfach cool, wenn es für unser Krankheitsbild Hilfen drumherum gäbe. Ähnlich wie bei Diabetes mellitus - wobei ich diese Erkrankung noch weitaus schlimmer finde.... Na ja, vielleicht bietet das Forum Hilfe ? Bin erst neu dabei. So long, Klaumo


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BeitragVerfasst: 19.09.2011, 21:08 
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Registriert: 22.01.2009, 21:04
Beiträge: 8
Hy Klaumo, ich finde es ja prima,das ich mal mit einem Betroffenen reden kann. :) Schlapp fühle ich mich auch oft, dann geht es aber auch mal wieder ganz gut. Mehr Minirin nehmen bringt nichts. Dicke Füße, dicke Hände und ev. sogar noch mehr Beschwerden. Wünschte mir auch mehr Infos, aber wir zählen zu den Exoten :roll: ( sagte man mir in der Uniklinik).
Wünsche weiter alles gute. steffi


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BeitragVerfasst: 20.09.2011, 23:20 
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Registriert: 19.09.2006, 20:51
Beiträge: 272
dynamo-steffi2 hat geschrieben:
... ich finde es ja prima,das ich mal mit einem Betroffenen reden kann. :) Schlapp fühle ich mich auch oft, dann geht es aber auch mal wieder ganz gut. Mehr Minirin nehmen bringt nichts. Dicke Füße, dicke Hände kann daran liegen, dass Du zu viel Minirin gesprüht / eingenommen hast. Dieses ist nicht ungefährlich. Wenn man zu viel Minirin nimmt, kann es sehr schnell zu einer Hyponatriämie (Natriummangel) kommen, die auf jeden Fall in ärztliche Hände gehört. ... Wünschte mir auch mehr Infos Hier im Netzwerk gibt es eine gute Broschüre, aber auch im Internet findet man einiges über den DI, aber wir zählen zu den Exoten ... steffi



Ich bin 49 Jahre alt und lebe seit meinem 9. Lebensjahr mit einem DI. Bin mit 7 Jahren an einem Kraniopharyngeom (Hypophysentumor) operiert worden.

Hast Du schon einmal über 12 oder 24 Stunden Deine Ein- und Ausfuhr kontrolliert?
Wie sind aktuell Deine Natriumwerte?


LG, Angela




http://www.medizinfo.de/endokrinologie/ ... ipidus.htm


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BeitragVerfasst: 20.09.2011, 23:42 
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Registriert: 19.09.2006, 20:51
Beiträge: 272
klaumo hat geschrieben:
... Aber auch ich fühle mich sehr allein mit dem DI. Mein Hausarzt ist zwar gut, Bist Du nicht außerdem bei einem Endokrinologen in Behandlung? aber kann mir halt auch nur Minirin verschreiben und in Abständen mein Blut untersuchen. Ich wüsste so gerne, ob es eine Möglichkeit gibt, den häufigen Elektrolyt-Verlust Warum Elektrolyt-Verlust? Weshalb, weswegen? auf sinnvolle Weise auszugleichen. Bist du auch oft schlapp ? Das ist mein größtes Problem. Habe mal versucht, mehr Minirin zu nehmen davon wird man noch schlapper und es ist gefährlich, aber dann werden Finger und Füße dick ist logisch ;-) ... Der Körper lagert zu viel Wasser ein, der Natriumspiegel sinkt...Ich fände es auch toll, wenn es "Hilfsmittel" zur Kontrolle des DI bzw. der Werte gäbe. Doch warum sollte in diese Richtung ausufernd geforscht werden? "Wir" sind halt mit einer nicht so häufig vorkommenden Krankheit bestückt ;-) ... da sieht es bei den Diabetikern ganz anders aus. Da lohnt sich die Forschung (immer wieder) und da wird richtig Kohle gemacht. Oder bei (bestimmten) Krebserkrankungen. Oder oder ... ,


LG, Angela


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BeitragVerfasst: 28.09.2011, 21:26 
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Registriert: 01.08.2011, 04:17
Beiträge: 5
Hallo Angela,
hoffe, dich erreicht meine Antwort (finde es noch nicht so einfach hier im Forum). Nein, ich habe zur Zeit keinen Endokrinologen an meiner Seite. Was mich zur Zeit sehr traurig macht, ist meine Blase: habe immer wieder Blasenentzündungen, war damit beim Urologen. Dieser hat auf meine Aussage, dass ich DI habe, gar nichts gesagt. Das verstehe ich nicht. Ich möchte nicht ungerecht sein, aber ich fühle mich im Moment echt oft sehr gebeutelt. Na ja, ich versuche, nicht aufzugeben. Schade, dass es für uns so wenig Hilfe gibt. Dir auch alles Gute und l.G. Klaumo


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BeitragVerfasst: 29.11.2011, 15:37 
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Registriert: 28.11.2011, 18:32
Beiträge: 2
hi klaumo, bin auch neu hier, habe einfach mal mit dicker unterstützung meines mannes nach leuten gesucht, die meinen kummer verstehen und nicht nur lapidar von sich geben:" aaaach ja, was für ein medikament nehmen sie denn da? na, da sind sie doch gut eingestellt...!" die krönung sind stationäre aufenthalte, wo man mir( als man mich noch nicht kannte) sofort zuckerfreie diät verordnete!!!!
ich trinke ohne minirin 13 liter so ganz lässig und bringe die natürlich dann auch alle zehn minuten wieder raus( ich pin... wie `ne kuh- sorry, klingt hart, ist aber so!) war früher eher gehemmt, jetzt kann ich an jedem busch, baum oder zwischen 2 autotüren wasser lassen.
mit 3 hüben minirin komme ich ganz gut über einen stressfreien tag ohne positive oder negative hektik. wenn aber nicht alles glatt läuft- wie`s ja nun normal allen geht, dann ist das wc MEINS und auch ich leide unter entzündeter und gereizter blase. bin froh, daß ich nicht alleine damit bin und mir das einbilde...manchmal fühlt man sich so unverstanden!
" es wird immer etwas leichter, wenn man es ausspricht" l.g.


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BeitragVerfasst: 01.12.2011, 21:47 
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Registriert: 01.08.2011, 04:17
Beiträge: 5
Danke Imke für deine Nachricht - war länger nicht im Forum. Es tut wirklich gut, verstanden zu werden. Habe mich wegen der Blase impfen lassen, kann aber noch nichts näheres berichten, dafür ist es noch zu frisch. L.G. klaumo


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BeitragVerfasst: 18.04.2012, 15:10 
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Registriert: 18.04.2012, 03:03
Beiträge: 2
Moin, moin,
nachdem ich hier das Forum gefunden habe, bin ich doch erleichtert. Einfach aus dem Grunde, weil ich nicht der Einzige bin, der unter der Arroganz der "Götter in Weiß" Leid erfahren habe.
Ich heiße Holger, wurde am 03.08.1962 als drittes von vier Kindern geboren und bin vermutlich seit Geburt an einem DI erkrankt. Mein Mutter erzählte mir, dass sie versucht hat, mich alleine zur Welt zu bringen, da die genervte Hebamme sich einer anderen Schwangeren zuwendete, die unaufhörlich laut schrie. Erst als meine Mutter merkte, sie schafft es nicht alleine, rief sie die Hebamme. Wütend schlug sie die Decke zurück und löste sofort einen Notfall aus. Ich gehe davon aus, dass bei der Geburt die Hypophyse verletzt wurde, denn ansonsten ist diese Erkrankung in unserer Familie nicht bekannt.
Bis zum 7. Okt. 1964, also über zwei Jahre, stillte meine Mutter mich, da ich nicht Essen konnte. Sie erinnert sich an den Tag so genau, weil es der 18. Republiksgeburtstag der DDR war. Wir sind während des Stillens eingeschlafen und ich biß meiner Mutter in die entzündete Brust. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits hoch schwanger (mein jüngster Bruder wurde am 30.11.1964 geboren) und von nun an entzog mir die ausgemergelte Frau ihre Brust. In der Folgezeit konnte ich immer noch keine feste Nahrung zu mir nehmen, sondern trank nur Unmengen und wurde immer weniger. Aus Angst, ich würde sterben, brachte sie mich in ein evangelisches Krankenhaus in Schwerin, wo ihr gesagt wurde, sie sei nur zu faul, mir Essen beizubringen. Mir wurde also Essen hingestellt und zu Trinken würde es erst wieder geben, wenn ich gegessen hätte. Es dauerte dann auch nicht lange, bis ich mit dem Tode rang und in die Universitätskinderklinik Rostock überführt wurde. Hier wurde der DI festgestellt, doch keine Therapie wollte richtig anschlagen. Fast unglaublich, aber ich wurde als Einziger bekannter Fall in der DDR auf "Pitressin Tannat in Oel" aus den USA eingestellt und erholte mich zusehends. Das Pitressin mußte im Kühlschrank gelagert werden und bevor es intramuskulär gesprizt werden konnte, mußte es erst in kochendem Wasser erhitzt werden. An meinem dritten Geburtstag wurde ich probehalber für zwei Wochen zu meiner Familie auf Urlaub entlassen und der bekam mir sehr gut. Meine Familie kannte ich nicht, denn sie hatten nicht das Geld, um mich besuchen zu können. Die Zeiten zu Hause wurden immer länger und bald verbrachte ich nur noch meine Ferien in der Uni. Hier wurden sämtliche Forschungen an mir vorgenommen, weil alles versucht wurde, damit das teuere Pitressin, dass ja mit Valutamark bezahlt werden mußte, ersetzt werden konnte. Erst mit 17 Jahren schlug endlich ein tschechisches Präparat an, dessen Namen ich allerdings vergessen habe. Und endlich brauchte ich mich nicht mehr zu spritzen. Täglich ein bis zweimal intramuskulöse Injektionen haben in meinem Muskelgewebe ihre Spuren hinterlassen. Am 1. April 1987 wurde ich von der Bundesrepublik aus einer politischen Haft heraus freigekauft und zunächst auf Postacton, einem schwedischen Präparat und dann auf Minirin umgestellt. Kaum ein Arzt wollte mir die Rezepte allerdings verschreiben, da es das Budget sprengen würde. Vor 5 Jahren zwang mich mein Arzt, einen stationären Dursttest durchführen zu lassen, sonst würde er mir das Medikament nicht mehr verschreiben. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich das schon hinter mir hatte und gab mir kurz vor Mitternacht eine Überdosis. Am nächsten Tag sollte ich als geheilt entlassen werden, da die Werte natürlich verfälscht waren. Ich brauche wohl hier keinem zu beschreiben, welchen Horror das bei mir auslöste. Ich wechselte den Arzt und suchte einen Endokrinologen auf, der mir auch weiterhin mein Minirin verschrieb. Inzwischen bin ich auf Desmopressin umgestellt, da ich damit besser klar komme. Zweimal täglich 2 - 3 Tabl. bzw. Hübe 0,2 mg, also 0,8 bis 1,2 mg täglich ist meine Dosis. Wenn das Medikament auswirkt, werde ich unkonzentriert, bin leicht reizbar und neige zu Gewaltausbrüchen und Handlungen, die ich später bereue. Als Kind verging kaum ein Tag, an dem ich nicht verprügelt wurde. Vor allem, nachdem mein Vater ermordet wurde, als ich 6 Jahre alt war und meine Mutter mit den vier Jungen einfach überfordert war. Das Pitressin hatte eine lange Wirkzeit, aber es dauerte immer mehrere Stunden, bevor es wirkte. Das Minirin bzw. Desmopressin wirkt da erheblich schneller. Körperlich hat die Krankheit kaum Auswirkungen, bis auf eine erhebliche Verschlechterung des Zahnzustandes seit ein paar Jahren. Vor etwa 15 Jahren wurde allerdings Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert und nur meinem Zusatz auf der Op-Einverständniserklärung "Ich bestehe auf einen Schnelltest und bei positiven Ergebnis auf eine kleinflächige Wegnahme." ist es zu verdanken, dass ich hier heute schreiben kann. Immerhin war die Mortalitätsrate 94 % bei der OP, wobei ich die 6 % Überlebenschance genutzt habe. Die riesige Narbe über meinem Bauch habe ich als Erinnerung behalten. Begleitet wird mein Leben von zum Teil erheblichen Stimmungsschwankungen, ähnlich wie bei Frauen, die einmal im Monat ihre Tage haben, habe ich diese zweimal am Tag. Manchmal bin ich zu fast übermenschlichen Leistungen fähig und dann bin ich wieder für mehrere Wochen antriebslos. Meine Jobs verliere ich nach wenigen Monaten. Dass es einen Zusammenhang zu geben scheint, zwischen DI und Psyche, habe ich hier aus mehreren Beiträgen entnehmen können. Doch das versuche mal einem zu erklären.


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BeitragVerfasst: 25.04.2012, 08:14 
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Registriert: 25.03.2012, 20:02
Beiträge: 3
HalloHolly
Das mit den Stimmungsschwankungen kenn ich ,wenn das Desmopressin aufhört zu wirken ,dann bin ich auch oft überreizt. ich hab das jetzt 6 Wochen gekriegt und fand das sehr angenehm. Leider bin ich jetzt allerdings im Krankenhaus und habe hier den klassischen Vorführeffekt-ich darf schon seit gestern 22 Uhr nichts mehr trinken und werd wahnsinnig vor Durst,aber die Harnflut geht zurück-vorgestern hab ich noch gepinkelt,wie der Trevibrunnen -hoffentlich bekomme ich mein Desmopressin weiter,denn an manchen Tagen ist es ohne so schlimm,dass ich fast nicht arbeiten kann-an anderen Tagen geht es .....aber wie soll ich denen jetzt hier erklären,dass ich wahrscheinlich einen partiellen DI habe ?


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