Hallo Sophie,
das Problem ist das die Homöopathie eine ganz andere Betrachtungsweise bei der Behandlung von Krankheiten hat.
Aus homöopathischer Sicht berücksichtig man die Symptome und gibt dann ein Mittel dass in hoher Dosierung die gleichen Symptome hervorruft. Dieses sehr einfache Bild und die sehr komplexe Regulation des Hormonhaushaltes passen nicht zusammen. Um am Beispiel Agnus Castus zu bleiben: anderer Name ist Keuschlamm oder auch Mönchspfeffer. Grund ist dass die Mönche früher diese Früchte konsumiert haben um ihren Geschlechtstrieb zu unterdrücken, damit sie keusch wie Lämmer werden

sie haben gewünschterweise so etwas wie eine Hypophyseninsuffizienz.
Mehr Prolaktin führt zu einer Verminderung von FSH und LH und damit zu einer Verminderung von Östrogen und Progesteron.
Aus Schulmedizinischer Sicht versucht man ursächlich zu behandeln, hier also Senkung des Prolaktin.
Aus Homöopathischer Sicht kann man die Verminderung von Östrogen und Progesteron als Zeichen einer Hypophyseninsuffizienz sehen man gibt also etwas was ebensolche Zeichen hervorruft. Komplett zu Ende gedacht ist das nicht, denn gleichzeitig besteht ja eine Überproduktion (Prolaktin ist ja erhöht). Wie das also funktionieren soll ist mir schleierhaft.
Streng homöopathisch gedacht müsste man eigentlich Prolaktin nehmen und verdünnen (potenzieren) da es ja das Prolaktin ist das solche Symptome hervorruft

Wie schon geschrieben es handelt sich einfach um grundsätzlich unterschiedliche Betrachtungsweisen.
Viele Grüße Damiana