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 Betreff des Beitrags: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 11.05.2012, 12:12 
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Registriert: 11.05.2012, 10:32
Beiträge: 10
Liebe Leute,

ich suche Kontakte zu Sportlern und Sportlerinnen zwecks Erfahrungsaustausch.

Kurz zu mir: Ich nehme seit einem Jahr im Rahmen der Substitutionstherapie Hydrocortsion (anfänglich 10-5, seit drei Monaten 15-10) und komme damit mehr schlecht als recht klar.
Meine Diagnose lautet partielle HVL-Insuffizienz.
Dabei ist mir bewusst, dass das intensive Training (bis zu 25 h/Woche) Stress und damit einen höheren Bedarf an Cortisol bedeutet.

Freue mich auf eure Kontaktaufnahme.

LG
Torsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 12.05.2012, 20:43 
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Registriert: 24.08.2011, 13:44
Beiträge: 4
Hallo Torsten,

gerade wollte ich ein ähnliches Thema eröffnen, weil ich mich auch häufiger Frage, ob ich meine Cortisondosis bei meinem Sportpensum erhöhen sollte. Von unterschiedlichen Endokrinologen habe ich immer wieder verschiedene Antworten bekommen.

Vllt kurz zu meinen "Ausfällen". Bei mir wurde mit 18, vor ungefähr 2,5 Jahren ein teilweise hormonaktives Makroadenom, welches gegen den Sehnerv wuchs operiert. Sport täglich ca. 45 Minuten Reiten (Training, nicht nur draufsitzen), sowie ingesamt 10 km Fahrrad. Danach wollte ich so weitermachen, naja, das ging dann nicht mehr so leicht.

Ich habe sehr lange gebraucht mich von der OP zu erholen (über ein Jahr) und bastele immer wieder an den Hormoneinstellungen. Im Laufe der Monate nach der OP habe ich sehr abgebaut und hatte keine Kraft mehr. Mein damaliger Arzt stimmte auf meine Initiative, der IGF1Wert war vollkommen im Keller und er kommentierte ihn nicht, einer Wachstumshormontherapie zu. Wegen eines Ortswechsels wechslete ich kurze Zeit später den Arzt und er bezeichnete das Wachstumshormon als Luxus und ich solle mehr Sport machen. Ohne Wachstumhormon verschwanden sowohl Muskeln als auch Kondition, sodass ich kaum die Treppe hochkam. Nachdem ich bei gleichbleibendem Essen innerhalb von 4 Monaten 7 Kilo abgenommen hatte und mir damit den Kraftverlust erklärte, begann ich mehr zu Essen. Abgenommen hatte ich leider nur die Muskeln, jetzt nahm ich Fett zu. Ohne, dass ich es wahrnahm /wahrnehmen wollte, verkürzten sich meine Reiteinheiten auf ca. 15 Minuten. Irgendwas stimmte da nicht, also holte ich mir eine zweite Meinung ein. Der neue Endo schlug die Hände über dem Kopf zusammen, prüfte meine Werte und ich begann wieder mit der Wachstumstherapie (Knochendichtemessung ergab Werte unter dem Normbereich, IGF1 im Keller usw.)

Seit ich Wachstumshormon substiiere geht es endlich bergauf. Mittlerweile bin ich bei einer Dosis von 0,3 und habe das Training hochgefahren. Ich fahre 4-5 Mal ca. 25 km Fahrrad (zunächst langsam, jetzt etwas schneller), reite mittlerweile ca. 60 min und mache noch einmal die Woche Aquafitness. Die Kraft kommt langsam zurück, allerdings habe ich manchmal das Gefühl, dass ich meine Hydrocortisondosis erhöhen müsste, also im Prinzip, dass meinem Training Grenzen gesetzt werden, dass ich also über ein gewisses Maß an Kraft nicht hinaus komme.
Ich habe nächste Woche ein Gespräch mit meinem Arzt über die letzten Werte - vielleicht fehlt auch noch etwas an Dosis des Wachstumshormon. Ich habe mal vor ihn zu fragen, ob er meint, dass PatietInnen mit Hypophyseninsuffiziens einen Triathlon absolvieren könnten (nicht, dass ich das will - aber ich wüsste gerne, ob er meint, dass es Grenzen gibt). Und bei im Schnitt hoher Sportdosis, ob dann allgemein eine höhere Hydrocortisondosis nötig sein sollte.

Mich würden deine Erfahrungen interessieren. Musst du weitere Hormone substituieren? Wo/Wie spürst du Grenzen?

LG Hpeace


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 12.05.2012, 21:41 
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Registriert: 11.05.2012, 10:32
Beiträge: 10
Hallo,
ich kann dir deine Frage beantworten :wink:
Am morgigen Sonntag begnnt für mich meine Saison auf der Kurzdistanz, am 08.07. ist mein Saisonhöhepunkt auf der Ironman-Strecke (3,8km, 180 km, 42km). Ich habe bereits 9 IM absolviert und weiß natürlich erst seit dem rapdien Leistungesabfall, warum es zuvor die Jahre nie so klappte, wie es mein Trainingszustand eigentlich versprach.
Kurz: langes Audauertraining (3h laufen oder 6 h Rad) geht ohne weitere Probleme, kurz und hart hingegen ist problematisch.
Ich frage mich insbesondere, warum es dann so nachhaltig ist, wenn ich hart trainiere?! Soll heissen, dass ich trotz vorsichtiger Erhöhung des HC (bis 40 mg) zunächst keine Probleme, dann jedoch zwei, drei Tage später deutliche Probleme (Muskelschwäche stammnah, Müdigkeit, Stressempfindlich,..) bekomme.

Soviel erst mal für den Moment, mehr, vor allem was deine "Geschichte" angeht, wenn ich etwas mehr Luft habe, mich damit eingehend zu befassen.
Jetzt heist es ausruhen für morgen, da wirds ganz bestimmt sehr intensiv :lol:

Gruß
Torsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 14.06.2012, 12:58 
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Registriert: 03.12.2011, 18:43
Beiträge: 57
Oh GUT, das Thema.

Ich habe seit einiger Zeit wieder angefangen mit konsequentem Ausdauersport (v.a. Radfahren, allerdings eher herausfordernd: Mittelgebirgslandschaften, notfalls auch mal Crosstrainer). Ich krieg eher keine vernünftigen Antworten zum Cortison von Seiten der Ärzte (ich bin muskulös, aber deutlich moppelig, so dass mir eh keiner regelmäßige 40-80 km auf dem Rad zutraut :p ).

Achso... Hypophysenvorderlappeninsuffizienz, weiblich, und ich vermute dass ich sowas wie nen Burnout hab... ich vermeide das Wort "Erschöpfungsdepression", weil ich mich nicht mehr als depressiv einordnen würde.
Mit dem "Burnout" - ob das jetzt sowas ist oder nicht, es deckt sich irgendwie mit den Symptomen, kann aber sicher auch irgendwie mit dem HC zusammenhängen - ist es so, dass ich einfach ultraschnell an meine Grenzen komm und dann HC nachschieben muss, aber wenn ich das merk, ist es meist schon zu spät. Natürlich will ich andererseits auch nicht so viel nachschieben, dass ich wiederum Heißhungerattacken davon bekomme.
Im Moment bin ich bei 20 mg am Tag und wenn ich "NUR" Haushalt und Sport mache, komm ich einigermaßen damit klar, wenn ich zwischendurch deutliche Pausen einleg. Irgendwann muss ich aber dann zwischendurch mal mehr nehmen, weils nicht mehr geht.
Wenn dann aber noch so Schnickschnack außenrum dazukommt: Arbeit (2 Tage die Woche), Familienfeste, irgendwelche Vereinsveranstaltungen, dann kann ich mich hinterher für zwei Tage abschreiben und dann hilft auch kein Cortison mehr.
(Insgesamt kann ich mich dem Gefühl anschließen, was oben beschrieben wurde, dass der Zusammenbruch eher ein, zwei Tage später kommt mit den Symptomen: unglaubliche Müdigkeit, Schwäche, NichtausdemBettkommen, Nah am Wasser sein, Stressempfindlich sein, dem Gefühl nie wieder irgendwas bewegen zu können - was sich aber nicht auf Muskeln etc. bezieht, denen geht es bestens! einfach insgesamt so eine bleierne Kraftlosigkeit. Von meiner Trainingszeit her bin ich momentan bei ca. 12 bis 15 h pro Woche, was mir aber zu wenig ist. Ich möchte eher auf 18 bis 20 rauf. Die Zeit dafür hätte ich jedenfalls. Allein, die Zusammenbrüche.)

Für mich ist das alles sehr, sehr undurchsichtig. Die letzte Endo meinte nun, ich solle das HC doch ruhig heruntersetzen, wenn ich keine Beschwerden hätte. Manchmal denk ich, die Leute wollen einem einfach nicht zuhören.
Dann bin ich wieder am Zweifeln, ob das alles wirklich so viel mit dem HC zu tun hat, weil mir ne Freundin von ihrem (hinter sich gebrachten) Burnout erzählt hat und da klingt vieles ähnlich, obwohl sie KEINE HVL-I hat.

Wachstumshormon spritz ich übrigens vier clicks Genotropin/Tag. Das mit der Aussage von wegen WH wäre Luxus bei Erwachsenen, und dann noch bei nem Sportler, lässt mich in die Tischkante beißen. Ignorante ***zensiert***. Sehr lustig auch immer mein Ex-Orthopäde, der interessiert fragte "Soso, da kriegen sie dann bestimmt einmal im Jahr eine Infusion mit WH?" - ok, er ist Orthopäde, ich will's ihm mal nicht vorwerfen.

Seufz. Was wollte ich eigentlich sagen: Ach ja, dass ich ebenfalls keinen Plan habe, wie ich mich sportlich leistungsfähiger kriege. Ich hab früher viel Sport gemacht, vielleicht ist es auch einfach mit zunehmendem Alter schwieriger, aber sooo alt bin ich jetzt auch noch nicht und dann: Der Sport tut mir einfach so unglaublich gut, ich will darauf nicht verzichten. Lieber verzichte ich auf Einkaufsbummel oder dergleichen.

Sportliche Grüße
kaye, die heute grad mal wieder zusammengekracht ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 18.06.2012, 22:46 
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Registriert: 24.08.2011, 13:44
Beiträge: 4
Schon interessant, dass die Symptome bei allen ähnlich sind.
Ich habe von meinem Arzt nur die Antwort bekommen, dass mir Grenzen gesetzt seien, keine genaue Antwort... Ich merke aber "Trainingserfolge". Meine Zeit der Radtouren hat sich leicht verbessert und ich bin den Rest des Tages nicht total erschöpft und habe gar keinen Muskelkater mehr. Das sind für mich Erfolge und es dauert einfach länger als früher, aber ich bin mit 21 Jahren nicht bereit zu sagen, es wird nicht mehr besser.
Ich bin jetzt dazu übergegangen statt 20 25 mg Cortison zu nehmen (der Arzt sagte, das sollte ich bei den Radtouren machen, auch wenn ich es täglich mache). Damit ging/geht es mir sofort besser. Gott sei Dank halten sich die Schlafprobleme in Grenzen. Ganz zufrieden bin ich damit nicht, eben auch wegen der Hungerattacken, aber durch den Sport lässt sich das einigermaßen regulieren. Wenn der Stress in der Uni etwas weniger wird, will ich das bei gleichbleibender Bewegung reduzieren.

Diese Mischung aus Burnout-Depressionsgefühlen - quasi unbefriedigende Erschöpfung und Überempfindlichkeit zusammen - ist mir total vertraut. Meist Abends nach langen Tagen, oft an solchen, and denen ich mich weniger bewegt habe. Wenn es mir tagsüber so geht und ich mich dann meinem Körper ergebe, also ins Bett lege, wird es leider auch eher schlechter. Also gehe ich raus spazieren. Oft hindert es mich leider mich mit Leuten zu treffen. Mir tut dann mein Körper weh (lässt sich schwer beschreiben) und es strengt mich wahnsinnig an mich zu entspannen, weil ich mich darauf konzentrieren muss, möglichst den Schmerzen keinen Raum zu lassen. Irgendwie ein blödes Dilemma. Die Bewegung setzt denke ich auch Endorphine frei - die lindern das dann.

Kennt ihr das auch, dass, wenn man über die Uhr geht, also irgendwie um drei ins Bett oder so, dass dann der Körper sich so anfühlt, als hätte man eine zu hohe Cortisondosis genommen? Das finde ich auch deutlich anstrengender als Sport zu treiben. Ich kann dann nur sehr schlecht schlafen und bin im Gesicht total aufgeschwemmt. Irgendwie ist mein Körper seit der ganzen Geschichte auf regelmäßige Zeiten angewiesen und fährt beim "Rumsitzen" sehr schnell runter.

Naja, eigentlich geht es hier ja vor allem um den Sport. Wenn man es schafft sich dazu zu überwinden, dann ist das das Beste, was man für sich tun kann. Ich träume ja immer noch davon meine Hypophyse immer ein kleines bisschen mehr zu fordern, dass sie irgendwann wieder besser arbeitet (träumen darf man ja)

LG und eine gute Woche
Hpeace


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 23.06.2012, 15:14 
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Registriert: 03.12.2011, 18:43
Beiträge: 57
Hallo Hpeace,

irgendwie hab ich erst vor Kurzem geschnallt, wie man sich fühlt, wenn man zuviel Cortison genommen hat. Ich dachte vorher immer eher, ich bin halt ein nervlich etwas überspannter Mensch *hüstel*.
Klar, wenn man dauerhaft zu hoch ist, merkt man's am Hunger (bäh, ich hasse es, wenn mir das mal wieder passiert). Sonst kann ich nicht viel zum Thema "sehr spät ins Bett gehen" sagen, seit ich verheiratet bin, ist immer so viel Trubel, dass ich nie so lange durchhalte ;) und für vorher hab ich nicht mehr so das Gefühl parat.

Mal ne Frage. Denke ich unlogisch, wenn ich vermute, dass man sich Heißhungerattacken in solchen Fällen tatsächlich wegsporteln könnte? Also, wenn ich mehr Cortison nehme, damit ich beim Radfahren besser durchhalte und dann unabsichtlich über das rausgeh, was gut für mich ist und Heißhunger krieg, dass ich einfach 40 km auf dem Rad oben drauf leg und dann geht es weg? Diesbezügliche Erfahrungen?

Im Moment versuch ich es mit vielen kleinen Dosen. 5 mg nach dem Aufwachen, 5 vor dem Radfahren am Morgen, 5 danach, 5 zum Mittagessen, 5 abends. Nicht nach der Uhr, das krieg ich nicht hin, dazu ist mein Alltag zu unregelmäßig, aber ich versuch weniger faul zu sein mit der Einnahme (also auf häufigere Einnahmen aufteilen) und bilde mir ein, dass es mir damit besser geht. Jedenfalls scheine ich gerade etwas weniger gereizt und angespannt zu sein als sonst, wenn ich 15 aufs Mal am Morgen nehme.

Mein heimlicher Traum ist übrigens ein Triathlon, aber wenn du mich jetzt sehen könntest, würdest du wahrscheinlich lachen ;) ich vermute auch, dass der Traum nicht in Erfüllung gehen wird. Aber wenigstens das Radfahren möchte ich so weit wie möglich ausbauen und wieder ne richtig gute Ausdauer aufbauen.

Hab mich sehr über deine Antwort gefreut und wünsche ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße,
K


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 16.07.2012, 21:07 
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Registriert: 03.12.2011, 18:43
Beiträge: 57
Wie gehts euch denn aktuell mit dem Sport?
Leider ist das Wetter zur Zeit so schlecht, dass ich 300 km unter meinem "Soll" liege, also unter dem, was ich gerne geschafft hätte in den letzten vier Wochen. Wenn es einfach nur kalt ist, ist mir das egal, aber einmal in Gewitter und einmal in fies großen Hagel reingekommen reicht mir eigentlich... und im Moment ist ständig richtig ätzendes Wetter, wenig einladend zum Radfahren.
Ich hab die Zeit genutzt und mich mehr mit Freunden getroffen als ich es sonst getan hätte, das macht mich allerdings ungefähr genauso müde wie wenn ich sonstwie durch körperlichen Stress über mein Limit geh.
Aber ich komm zur Zeit immer relativ schnell wieder auf die Beine.
Wie schauts bei euch aus?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 09.08.2012, 23:16 
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Registriert: 24.08.2011, 13:44
Beiträge: 4
Hallo,

ich melde mich auch mal wieder. Gucke irgendwie nicht so regelmäßig rein.

Leider geht es mir aktuell nicht so gut. Bis vor vier Wochen war ich wirklich gut dabei und fit (ca. 100 km Rad die Woche, 10 Stunden Tage, täglich Reiten) Dann hatte ich eine Magenschleimhautentzündung und habe ziemlich abgebaut. Bin diese Woche das erste Mal wieder 10 km Rad gefahren. Das war ok (erschreckend davon Muskelkater zu bekommen, so schnell baut man ab). Mein Körper hat mir irgendwie die ganze Zeit gezeigt, dass ich langsam machen muss. Heute morgen schon hatte ich Muskelschmerzen und bin nicht wirklich fit geworden. Dachte durch die Bewegung wird der Kreislauf besser und habe noch mal 5 mg extra eingenommen, mich hingelegt etc. War auch ganz gut und mein Körper hat weniger wehgetan. Beim Reiten wurde es dann weniger schön: Auf einmal extreme Muskelschwäche, Zittern, Sehstörungen, Kreislauf. Und ich hatte die Tabletten vergessen. Quasi richtig starke Mangelerscheinungen. Auch jetzt, einige Stunden später, mit noch mehr Cortison bin ich sehr schwach und habe Körperschmerzen. Ich kann mir nicht erklären, wieso es passiert ist, weil die Sportdosis geringer und die Cortisondosis höher war als sonst. Morgen werde ich mich auf langsames Spazierengehen beschränken und dann mal weitersehen.
So starke Mangelerscheinungen hatte ich in den letzten zweieinhalb Jahren erst einmal bei sehr großer körperlicher und psychischer Belastung. Macht einem dann schon Angst, Tabletten werden ab morgen jedenfalls in den Notfallschrank in den Stall gelegt.
Vielleicht brüte ich einfach einen Infekt aus, der sich noch nicht anders äußert als dass der Körper kämpft und mehr Cortison braucht. Blöder Rückschlag. Hoffe, dass es mir bald besser geht und ich mich wieder kraftmäßig besser fühle. Mache in den nächsten Wochen Praktikum in den Niederlanden. Da ist es ja schön flach - also eigentlich motvierend wieder anzufangen 8)

Wie geht es dir? Das Wetter war ja zumindest die letzten Wochen deutlich einladender ;)

LG hpeace


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 13.08.2012, 08:21 
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Registriert: 03.12.2011, 18:43
Beiträge: 57
Hallo hpeace,

ja, das Wetter war besser, an anderer Stelle war der Wurm drin... ich hatte auch nen Infekt (mit richtig Fieber über Tage) UND dann war das Fahrrad kaputt und ich konnte mich nicht gleich drum kümmern. Naja, ich hab die Energie in den Garten umgeleitet, sofern vorhanden, der Infekt hat mich nämlich auch länger zurückgeworfen als "geplant". Ich hatte noch ne Woche lang mindestens die Nachwehen und hab entsprechend langsamer getan.
Rad gefahren bin ich trotzdem, aber mal wieder nicht so viel, wie ich gewollt hätte.
Den August hab ich jetzt frei und kann mich um private liegengeblieben Projekte kümmern, ich hoffe dass nicht wieder ständig was anderes dazwischen kommt.
Morgen werd ich jedenfalls ganz bestimmt ne größere Tour machen, ich freu mich schon drauf. Heut ist das Wetter prima, da kostet es richtig was, nicht einfach rauszuspringen und loszuradeln.

Tut mir leid, dass die Gastritis dich so zurück geworfen hat. Ich hab immer das Gefühl, man müsste vorher wissen, was quasi als nächstes passiert, wenn es einem schlecht geht von der Unterdosierung bei solchen Malaisen ist es eigentlich schon zu spät und man braucht dann dreimal so lang um sich wieder zu erholen. Meine subjektive Erfahrung. Vielleicht stimmt's ja aber.

10-Stunden-Tage... darf ich fragen, was du arbeitest? Das würde ich nicht (regelmäßig, höchstens ausnahmsweise) packen.

Pass auf dich auf!
K


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 04.09.2012, 08:31 
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Registriert: 31.07.2012, 08:42
Beiträge: 27
Hallo Foris,

Ich würde das was ich tue jetzt zwar nicht mehr als Leistungssport bezeichnen, da es seit dem ich krank geworden bin nicht mehr so geht wie vorher, jedoch glaube ich, dass dieser Thread noch am Besten vom Thema her passt.

Mir geht's seit kurzem mit dem Cortison wieder etwas besser, weil ich meine Dosis jetzt bei Ruhe auf 20mg Hydrocortison + eine Tablette Astonin H (0,1mg Fludrocortison) runtergsetzt habe und vorher vermutlich etwas überdosiert war. Vielleicht liegt es aber auch an der Umstellung der Schilddrüsenhormonsubstitution von einer dreiviertel Tablette Novothyral 75 am Tag auf eine Tablette L-Thyroxin Henning 50µg am Tag und eine Tablette Thybon 20 am Tag. Genau kann ich das leider nicht sagen, weil beide Umstellungen etwa zur gleichen Zeit stattgefunden haben.

Jetzt jedoch zum iegenltichen Anliegen:
Sobald es mir wieder etwas besser geht versuche ich etwas (viel geht leider nicht, weil ich ziemlich abgebaut habe, sowohl von den Muskeln als auch von der Kondition, außerdem bin ich durch die Tabletten noch nicht so fit hab ich das Gefühl) Sport zu machen, weil ich mich freue, dass ich überhaupt wieder was machen kann und nicht nur rumgammeln muss, weil ich total kaputt bin, was lange der Fall war. Jedoch bekommt mir das dann immer nicht so gut, danach bin ich immer oder fast immer ziemlich hinüber, kann nicht gut schlafen und körperlich so gut wie aufm Nullpunkt. Wie viel Cortisol nehmt ihr denn mehr wenn ihr Sport macht? Nehmt ihr das davor, währenddessen oder danach? Ich hab es gestern mit zunächst 2,5 mg versucht, als es mir aber zunehmend schlechter ging nochmal 2,5 mg nachgeworfen, also insgesamt 5 mg nach dem Minisport...

Wie war es für euch nach lnager Ruhepause wieder anzufangen? Ich finde es um ehrlich zu sien ziemlich deprimierend, weil alle Muskeln und Kondition die man sich lange erarbeitet hat futsch gegangen sind.

Grüße Bene


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 06.09.2012, 09:20 
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Registriert: 03.12.2011, 18:43
Beiträge: 57
Die Muskeln kommen (bei mir jedenfalls) erfahrungsgemäß auch nach längerer Ruhepause relativ schnell wieder. Ist wahrscheinlich alles nicht so doll wie bei jemandem, der WH selbst produziert, aber seit ich das wieder substituiere, hab ich einen enormen Muskelzuwachs zu verzeichnen (natürlich nicht ohne Training). Da darf man sich nicht so arg reinsteigern, selbst wenn es ein bisschen weniger wird, dann muss man halt ein bisschen weniger essen ;) solange es in nem gesunden Rahmen ist und man nicht kriecht vor Muskelschwäche... aber dafür gibt es bei uns keinen Grund, denke ich.

Zur Dosierung kann ich nach wie vor nicht so viel sagen. Ich hab jetzt in den letzten Monaten und Wochen einige Varianten immer wochenweise durchgezogen und einfach ausprobiert, womit es mir am besten geht. Nachdem ich lange in mehrere Portionen aufgeteilt habe, bin ich jetzt wieder bei zwei Standardportionen (morgens 10 mg, mittags 10 mg) plus evtl. 5 mg extra bei großer Belastung/viel sportlicher Aktivität. Wobei ich nie mehr als 10 auf einmal nehme, weil mir das nicht gut tut und manchmal nehm ich auch nicht mehr bei Sport, sondern gönn mir hinterher mehr Ruhe.

Und dann kommts noch vor, dass ich eine Dosis mal vergesse. Ich krieg dann mein Mittagstief und merk, dass ich seit morgens noch kein Cortison genommen hab (ich nehm die erste Dosis so um halb 7 morgens und merk dann schon um 12, dass ich wieder mal was nachwerfen kann, andere sagen oft, dass sie 8 Std dazwischen haben) - und wenn ich dann grad "in etwas stecke" (Gartenarbeit, Näharbeit, irgendwas konzentriertes), denk ich "gleich, in 5 Minuten" und dann vergess ich es. Dann merk ich irgendwann wieder, dass ich unkonzentriert werd und geschlaucht bin und wenn ich dann ein bisschen doof bin, denk ich dummerweise nochmal "jaaaa, gleich" und zöger es noch mehr raus.
Wenn es dann drei oder vier Uhr nachmittags wird, nehm ich nur noch 5 mg und geh's dafür ruhiger an, sonst bin ich abends zu unruhig. Die Folge ist für mich dann dafür, dass ich zur Schlafenszeit so "heulerig" werd. Mein armer Mann. :p

Ich such noch nach einer Strategie, wie ich dieses "Vergessen/Verschieben" umgehe. Bei solchen Sachen bin ich manchmal schlimm. Ich stell auch ein volles Glas auf den Boden neben das Bett und denk dabei "Du bist ja bekloppt, ist doch eh klar dass du beim Aufstehen nicht mehr dran denkst und das umstößt" und dann lass ich es trotzdem stehen und stoß es natürlich um. Das hat jetzt natürlich nichts mit dem HC zu tun, sondern mit meiner persönlichen Beklopptheit.

Muss.konsequenter.werden. Gottseidank passiert das nicht so oft mit dem Mittags verschieben.
Hoffe das war jetzt nicht zu off topic, hab versucht ein bisschen auf die Fragen einzugehen.

Edit: Noch ne Frage... ich hab in letzter Zeit sehr oft Probleme mit Muskelkrämpfen. Zwar merk ichs immer rechtzeitig und kann reagieren, bevor es zu heftig wird, aber es stört doch. Zumal es nicht nur an den Waden ist, sondern auch an den Oberschenkeln, im Rücken und besonders unangenehm: Oberbauch. Am Oberbauch hatte ich allerdings Anfang des Jahres ne große OP, da ist eh noch alles gestört, Nerven und Muskeln und Schnickschnack.
Magnesium nehm ich ab und zu, ernähr mich ausgewogen, meiner Meinung nach... bevor ich weiter recherchiere, könnte es auf Hypophysenseite irgendeinen Grund dafür geben?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 08.09.2012, 12:40 
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Registriert: 31.07.2012, 08:42
Beiträge: 27
Hi,

bei viel Sport würde ich denke ich mal auch zu 5mg mehr Hydrocortison übergehen, da jedoch momentan für mich nur wenig Sport drin ist nehme ich lieber nur 2,5 mg mehr Hydrocortison. Am besten bekommt mir das wen ichs vor dem Sport nehme, kann das sein? Wenn ichs erst danach nehme wirkt es glaub ich nicht schnell genug und ich fall erstmal in ein Tief, das je nach Anstrengung lange oder weniger lange dauert bis ich wieder hoch komme.

Um zur Thematik des Vergessens zu kommen: Ich hab die Tablette anfangs in den Kühlschrank getan um die Morgendosis nicht zu vergessen, du kannst sie aber auch an einen anderen Ort tun von dem du weißt, dass du morgends und Mittags hinschaust :)
Eine andere Möglichkeit dagegen wäre so ein Tabletteneinteiler für morgends Mittags Abends zu kaufen und die Tabletten vorzusortieren hab ich mir überlegt, vielleicht kaufe ich mir bald son Ding, aber momentan hab ich eher weniger Probleme mit dem vergessen der Tabletten, weil ich dann ziemlich schnell merke, dass es mir schlechter geht.

Bene


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 16.12.2012, 10:46 
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Registriert: 08.11.2009, 22:46
Beiträge: 53
Hallo Zusammen

@Kaye: Burnoutsympthome? Das interressiert mich jetzt. Ich, weiblich, Ex-Cushing, habe gemäss einigen Tests wohl eine HVL-Insuffizient entwickelt. Nehme seit einer NN-OP in 2009 Hydrocorton (derzeit 10-5-0). Obwohl ich nach der OP sehr sportlich unterwegs war habe ich seit 2011 immer mehr abgebaut. Nun, seit einigen Monaten habe ich echte Probleme. Erst dachte ich echt an einem Burnout herum (obwohl das so gar nicht zu mir passt). Dann hab ich an der HC-Dosis rumgeschraubt. Besser wurde es aber nicht. Bei mir ist das Problem meist Abends, Nachts oder am frühen Morgen. Wenn ich dann mal in die Gänge gekommen bin, ist es besser.

Sport tut gut, laugt mich aber ziemlich aus. Kein Vergleich mehr zu früher. Frage deshalb an euch:

- kennt ihr das Thema Depressionen/Burnout-Style und ähnliches? Was macht ihr dagegen bzw. was hilft?
- Sport tut (mir zumindest) sehr gut, allerdings hab ich keine Bock dafür das HC zu erhöhen. Wie viel nehmt ihr jeweils?

Liebe Grüsse
Sarah

_________________
NN-Adenom rechts - OP Sommer 2009
linke NN arbeitet normal bis auf Cortisol-Produktion. Part.HVL-Insuffizienz (3 Achsen).
HC 10-5-0


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 Betreff des Beitrags: Re: Hydrocortison und Leistungssport
BeitragVerfasst: 27.12.2012, 11:32 
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Registriert: 11.05.2012, 10:32
Beiträge: 10
Hallo liebe Leute,
ich möchte mich auch mal wieder melden.
Mit ein Grund ist die Tatsache, dass ich nun offenbar noch Probleme mit meiner SD-Hormon-Achse bekommen habe. TSH deutlich erhöht und ft3/ft4 niedrig (ft4 16%).

Nun lese ich gestern abend folgendes:
"Bei der HVL-Ins. kommt es sekundär zu einer Schilddrüsenunterfunktion, denn....".
Nachzuleen unter: http://www.hypophyse-muenchen.de/pdf/06 ... andula.pdf

Daraus entnehme ich, dass dieses zwangsläufig geschieht. Darauf hat mich mein Endo nie hingewiesen.
Am 15.01. gehts wieder zur Kontrolle, bin gespannt, was mein Endo mir dann empfiehlt.

Was meint ihr dazu?

LG
Torsten


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