Netzwerk Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen e.V.
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Endokrinologen in Deutschland

Wie wird ein Arzt eigentlich Endokrinologe?

Nach 6-jährigem Medizinstudium kommen weitere 6 Jahre bis zum Facharzt für Innere Medizin, daran schließt sich noch eine meist etwa 2-jährige endokrinologische Weiterbildung (mindestens 1 Jahr) an. Nach einer Prüfung ist dann endlich der Endokrinologen-Status erreicht - eine der längsten Weiterbildungen überhaupt.

Wie finde ich einen Endokrinologen ?

1. Schritt

Infos über Ärzte mit Weiterbildung Endokrinologie in Ihrer Nähe erhalten Sie über die Landesärztekammern (Ärztekammer) ihres Bundeslandes, die zumeist in der Landeshauptstadt residieren.  Sehr empfehlenswert ist die Seite

www.arzt.de

Von dort aus kann man jede Landesärztekammer anklicken. Dann im Suchdienst "Endokrinologie" anklicken und schon hat man Endokrinologen zur Auswahl, die man dann wieder direkt anklicken kann. Unserer Meinung nach sehr gut gemacht. Uni-Kliniken, in denen es normalerweise eine Endokrinologie-Abteilung gibt, werden dort nicht aufgeführt, auch nicht Pädiater (Kinderärzte).

2. Schritt

Manche Betroffene haben gute Infos auch über ihre Krankenkassen erhalten.

3. Schritt

Wenden Sie sich an unsere Foren. Die Antworten sind natürlich subjektiv.

4. Schritt

Praktisch alle Endokrinologen sind Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), einer seriösen und wissenschaftlich anerkannten, unabhängigen klinisch-wissenschaftlichen Gesellschaft (www.endokrinologie.net).  Sie können es also auch über eine Anfrage an die die DGE versuchen. Mitglieder der DGE können allerdings auch Ärzte in Weiterbildung für den Schwerpunkt Endokrinologie sein, ferner etwa auch Fachärzte für Nuklearmedizin, die mit der Behandlung von Patienten mit Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen nur am Rande zu tun haben. Nichtärztliche Berufsgruppen, wie Physiker, Chemiker und Biologen sowie Ärzte, die überwiegend theoretisch tätig sind, können ebenfalls Mitglieder sein.

5. Schritt

Mitglieder des Netzwerks können sich natürlich auch an das Netzwerk in Erlangen wenden. 

Weitere Hinweise

Für Patienten mit Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen sind für die Langzeitbetreuung in der Regel internistische Endokrinologen die besten Ansprechpartner. Diese können entweder in eigener internistisch-endokrinologischer Praxis oder an einer internistischen, also einer Medizinischen Klinik eines Krankenhauses oder einer Universitätsklinik tätig sein. Dort gibt es endokrinologische Ambulanzen oder spezielle Sprechstunden, z. B. eine Hypophysensprechstunde.

Einige der angegeben Ärzte behandeln nur Privatpatienten, bitte erkundigen Sie sich vorher telefonisch.

Manche neurochirurgische Kliniken bieten auch Hypophysensprechstunden an. Diese sind für Patienten sinnvolle Anlaufstellen, wenn es um die Frage einer Operation geht, oder um die Frage, ob ein Rezidiv vorliegt, was operativ angegangen werden soll. Es wird aber empfohlen, die Behandlung immer mit dem internistischen Endokrinologen abzustimmen.

Gynäkologische Endokrinologen haben ihren Schwerpunkt im Problem Sterilität und der Behandlung von Kinderwunschpatienten.

Pädiatrische Endokrinologen (Kinder- und Jugendmediziner) behandeln Kinder und Jugendliche mit Hypophysen- und Nebennierenproblemen bis zum 18. Lebensjahr. Besonders kümmern sich Pädiater um Probleme des Wachstums bei Kindern.

Andrologisch weitergebildete Dermatologen (Hautärzte) und Urologen führen ebenso wie internistische Endokrinologen die Substitutionstherapie mit Testosteron durch (Stichwort: Männerarzt).

Diese Tipps dienen ausschließlich dazu, Betroffene und Mitglieder der Selbsthilfegruppe Netzwerk Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen bei der Suche nach einem kompetenten Endokrinologen zur Behandlung ihrer Erkrankung in der Nähe Ihres Wohnortes zu helfen. Die Informationen dürfen auf keinen Fall missbräuchlich für Werbung oder für andere Zwecke außerhalb der Unterstützung für Betroffene im Rahmen des Netzwerks verwendet werden. Für die Richtigkeit der Angaben kann das Netzwerk keine Gewähr übernehmen.

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